Salman Rushie wurde 1947 in Bombay geboren. In Cambridge studierte er Geschichte und zählt heute zu den bedeutendsten Schriftstellern der Gegenwart.
Das wohl bekannteste Werk Salman Rushdies, die Satanischen Verse wurde weniger durch seinen Inhalt als vielmehr durch die intoleranten Reaktionen iranischer Führer bekannt, die den Autor als Gotteslästerer ansahen.
Rushdies Werke erzählen mal von Indien, mal von der westlichen Welt und oft erzählen sie auch von Welten, die den festen Boden der Realität verlassen. Sein Erstlingsroman Grimus ist ein sprachgewaltiges Spiel mit Mythen und Sagen aus verschiedenen Kulturen, mit Philosophie, Religion und Kunst.
Der Roman Harun und das Meer der Geschichten (Haroun and the Sea of Stories) ist ein phantastischer Roman der zunächst in Kashmir spielt und die real exisitierenden indischen Verhältnisse humorvoll beleuchtet, und der sich schließlich zu einem farbenprächtigen Märchen in der tradition orientalischer Erzählkunst entwickelt.
Auch in Salman Rushdies Romanen über die westliche Welt wird seine Beobachtungsgabe sichtbar. Auf dem Cover des noch vor dem 11. September 2001 erschienenen Romans Wut (Fury) ist ein Schwarzweißfoto mit Wolkenkratzern in New York zu sehen. Der Protagonist verlässt seine Familie in England um in New York sich selbst zu finden und muss immer wieder feststellen, wie wenig Menschen sich selbst unter Kontrolle haben. Das Buch ist voller Anspielungen auf die aktuelle weltpolitische Lage und strebt doch einem phantastischen Ende entgegen.
Neben seinen Romanen und Kurzgeschichten hat Salman Rushdie auch Dokumentarfilme produziert. Er erhielt zahlreiche internationale Literaturpreise und lebt derzeit in England. Die fundamentalistischen Morddrohungen haben ihn zum Glück nicht vom Schreiben abgehalten.